Das GFS bei der MSC - Junge Menschen aus der Fränkischen Schweiz ganz nah an der Weltpolitik, trotz Lockdown und Homeschooling

Einmal mit Politikern und Diplomaten an einem Tisch sitzen und über Weltpolitik diskutieren - dank Corona und des darum virtuellen Formats konnten 19 daran interessierte Schülerinnen und Schüler der Q11 des GFS mit ihren beiden Englisch- und Geschichts-Kursleitern Barbara und Michael Schneier genau das tun und nahmen am 02.03.2021 an einer Veranstaltung im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Die Münchner Sicherheitskonferenz (englisch Munich Security Conference, MSC) ist eine seit 1963 jährlich im Februar in München stattfindende internationale Tagung, auf der Politiker, Militär- und Wirtschaftsvertreter und Experten für sicherheitsrelevante Themen Gespräche außerhalb diplomatischer und protokollarischer Vorgaben führen. Sinn und Zweck ist das Debattieren über aktuelle Themen der Außen- und Sicherheitspolitik. Es ist das weltweit größte Treffen seiner Art. Frühere Bezeichnungen sind Wehrkundetagung sowie Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik. Tagungsort ist - wenn nicht gerade Corona unser aller Leben beherrscht - das Hotel Bayerischer Hof.

Auf Einladung des Kultusministeriums trafen Oberstufenschüler aus acht bayerischen Gymnasien am Dienstagnachmittag mit führenden Diplomaten und Politikern zusammen, um über die vermeintliche Zeitenwende in den Beziehungen zwischen den USA und Europa zu sprechen. Die Veranstaltung stand darum auch unter dem Motto: "Die USA unter Präsident Biden. Haben die transatlantischen Beziehungen (wieder) eine Zukunft?"

Themen, die in der 75-minütigen Zoom-Konferenz umgewälzt wurden, waren die Chancen aber auch Herausforderungen im Umgang mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden, dessen Spielräume für eine Wiederbelebung der früher als allzu selbstverständlich hingenommenen deutsch-amerikanischen Freundschaft, die Risiken im Umgang mit Russland und China sowie die Themenfelder, die v.a. die angehenden AbiturientInnen beschäftigen, wie z.B. die weltweite Coronapandemie, die transatlantische Kooperation für den Klimaschutz oder der internationale Austausch. 

Im Rahmen der sehr eng-getakteten und kurzweiligen Veranstaltung trafen die Schüler auf Prof. Dr. h.c. Wolfgang Ischinger (Schirmherr des MSC), Dr. Karen Donfried (President of the German Marshall Fund), Cathryn Clüver Ashbrook (Executive Director, Project on Europe and the Transatlantic Relationship), Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und die bayerische Europaministerin Melanie Huml.

Ein erster Block bestand aus einem moderierten Podium, in dem alle teilnehmenden Diplomaten und Politiker ein Anfangsstatement gaben. Im zweiten Teil traf dann die Schülergruppe aus Ebermannstadt exklusiv auf die frischgebackene Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales in der Bayerischen Staatskanzlei, Frau Melanie Huml. Mit ihr diskutierten die Schüler - leider viel zu kurz - über die Themen, die sie als Europaministerin direkt angehen: Die Rolle der gemeinsamen Krisenbewältigung im transatlantischen Kontext (Klimwandel / Corona) und ihre Aufgabengebiete im Bereich Bildung und internationaler Austausch. Am Schluss standen die Kurzzusammenfassungen der Inhalte aus den einzelnen Breakout-Rooms durch die Schülerinnen und Schüler aus den acht verschiedenen Gymnasien aus ganz Bayern.

"Das war wirklich aufregend und hat mir sehr imponiert", meinte der Schülersprecher David Fischer. Und Eileen-Sophie Herold ergänzte: "Wir hatten die Möglichkeit mit führenden Diplomaten und Politikern quasi an einem Tisch zu sitzen. Das war aufregend, denn das hat man nicht alle Tage."

Das Fazit der Teilnehmer: Eine aufschlussreiche Veranstaltung mit vielen interessanten Einblicken und der Chance, einmal ganz nah am weltpolitischen Geschehen zu sein - und das trotz Lockdown und Homeschooling.

Alisa Amon, Selma Dietz, Lina Lother, Philipp Schmidt, M. Schneier