Wahltag am GFS

Absolute Stille herrscht zeitweise im Wahllokal, nur leises Rascheln von Papier unterbricht die Ruhe. Es ist Wahltag am GFS! Und die Schülerinnen und Schüler machen rege davon Gebrauch, so dass am Ende die Wahlbeteiligung 75% beträgt. Gewählt wird mit dem inhaltlich identischen Wahlzettel des Wahlkreises 237 Bayreuth.

Zum Ende des letzten Schuljahres erstellten Schüler und Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe Informationsplakate zur Wahl selbst und den Wahlprogrammen der im bisherigen Bundestag vertretenen Parteien, die gut sichtbar in der Aula aushingen.

In Kooperation mit dem Kreisjugendring entstanden von Schülerinnen der 8. und 11. Jahrgangsstufe für dessen Instagram-Auftritt Videos, die neben den Wahlprogrammen auch die Kanzlerkandidaten vorstellten.

So konnten auf verschiedenen Wegen sich politisch interessierte Jugendliche informieren und gut vorbereitet ihre Wahl treffen.

Die Auszählung durch das siebenköpfige Wahlhelferteam ergibt am Ende bei der Erststimme - wie im echten Leben - Silke Launert als Siegerin des Direktmandats (122 Stimmen). Aber auch die Kandidatinnen der Grünen - Susanne Bauer (92 Stimmen) -  und der SPD - Annette Kramme (60 Stimmen) -  erhielten zahlreiche Stimmen.

Bei der Zweitstimme verweisen die Grünen mit 19,7% die CSU, welche 17,3 % erhielt, auf den zweiten Platz, dicht gefolgt von der SPD (15,7 %) und der FDP (13,2%). Auch Linke (6,1%), Tierschutzpartei (5,4%) und Freie Wähler (5,6%) würden die Sperrhürde überspringen. Dahingegen würden AfD (3,1%)  und Die Partei (3,6%) deutlich unter der Fünfprozenthürde bleiben. Die übrigen 18 Parteien, die auch auf dem Wahlzettel standen, wurden nur sehr vereinzelt bzw. meist gar nicht angekreuzt. Apropos Ankreuzen: Auch die Quote der gültigen Wahlstimmen war sehr hoch, lediglich fünf Wahlzettel von 450 konnten nicht gewertet werden.

Zehn Tage vor der wirklichen Bundestagswahl bewiesen die Schülerinnen und Schüler somit ein gutes Gespür für die Wahlgewinner der 20. Bundestagswahl: Im Vergleich zu 2017 konnten Grüne, FDP und SPD ihre Stimmgewinne ausbauen, während CSU und AfD an Wählergunst verloren.

Auch wenn die Ergebnisse der Juniorwahlen, die deutschlandweit an Schulen stattfanden, nicht in die Ergebnisse der Bundestagswahl einberechnet werden, haben die Jugendlichen deutlich ihre Chance genutzt, ihrem Wählerwillen Ausdruck zu verleihen und als "Wähler von morgen" den Parteien zu signalisieren, welche politische Themen ihnen wichtig sind.

Susanne Behlert
Fachschaft Politik und Gesellschaft