"Lesen gefährdet die Dummheit" - Vorlesewettbewerb 2021

Im Rahmen einer Leseaktion, die von der Fachschaft Deutsch im November initiiert worden war, sammelten die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen eine Woche lang privat Unterschriften für lautes Vorlesen. Die Siegerklasse mit den meisten Unterschriften war die Klasse 5b. Über den Preis - ein Lesezeichen mit der Aufschrift "Lesen gefährdet die Dummheit" samt einem Schokoriegel - freuten sich aber zusätzlich auch die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6c, denn sie waren innerhalb der sechsten Klassen die fleißigsten Vorleser. 

Jonathan Löser (6a), Leni Hofmann (6b), Leon Kral (6c)
 

Groß war die Spannung, ob die Klasse auch bei dem alljährlich vom Börsenverein des deutschen Buchhandels initiierten Vorlesewettbewerb eine Chance haben würde.
So wurde, nachdem alle Kinder aus ihrem Lieblingsbuch innerhalb der Klasse vorgelesen hatten, der Klassensieger ermittelt. Man war sich einig, dass Leon Kral die Klasse 6c vertreten sollte.

Am 10. Dezember trat er gegen die weiteren Klassensieger Leni Hofmann (6b) und Jonathan Löser (6a) in der Mediathek des Gymnasiums an. Als Jury hatten sich die Fachleiterinnen des Faches Deutsch, Almut Hertrich und Monika Lloyd, die Siegerin des Vorjahres, ein Vertreter der SMV sowie die Deutschlehrerinnen der sechsten Klassen und die Unterstufenbetreuerin zusammengefunden.

Zunächst wurde jeweils der vorbereitete Text präsentiert. Leni Hofmann hatte "Kannawoniwasein! Manchmal muss man einfach verduften" von Martin Muser ausgewählt, Jonathan Löser präsentierte "Der Clan der Wölfe" von Kathryn Lasky und Leon Kral las aus "Der kleine Hobbit" von J.K. Tolkien. Anschließend wurde der unbekannte Text, ein Ausschnitt aus dem Klassiker "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" von Mark Twain, vorgetragen, wobei die Nichtlesenden jeweils vor der Türe - mit dem Verzehr von Weihnachtsplätzchen beschäftigt - warten mussten.

Und tatsächlich, Leon Kral konnte auch in dieser Runde das Publikum überzeugen, denn er las selbst komplexe Satzgebilde sicher, betonte sinngerecht, artikulierte klar und modulierte die Stimme in der wörtlichen Rede. Auch gelang es ihm, immer wieder während des Lesens Blickkontakt zu den Zuhörern aufzunehmen.

Über die Preise konnten sich alle Klassensieger freuen, denn sie erhielten jeweils eine vom Börsenverein des deutschen Buchhandels ausgestellte Urkunde und durften sich von der Vereinigung der Freunde des Gymnasiums spendierte Jugendbücher aussuchen, wobei der Schulsieger sogar mit zwei Büchern belohnt wurde.

Dass der stets mit Spannung erwartete Vorlesewettbewerb die Freude am Lesen fördert, steht außer Frage. Nun wünscht die Schule Leon Kral viel Erfolg für die nächste Runde beim Kreisentscheid in Forchheim.

S. Nickolai